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CNC-Software

Grundsätzlich läuft die Herstellung eines CNC-Frästeils in drei Schritten ab. Im ersten Schritt wird aus der Idee, die Sie vielleicht von Hand skizziert haben, eine computerlesbare Zeichnung, die im DXF- oder HPGL-Format gespeichert wird. Diese zweidimensionale Zeichnung öffnen Sie dann in einem CAM-Programm (Computer Aided Manufacturing) - z.B. SheetCam TNG - und fügen die notwendigen Technologieinformationen, sowie die Informationen über die dritte Dimension (die Frästiefen) des Werkstücks hinzu. Daraus erzeugt das CAM-Programm das fertige Fräsprogramm im G-Code, den wiederum die Steuerungssoftware - z.B. Mach3 - versteht und in Schritt- und Richtungssignale für die Antriebsmotoren der Achsen umsetzt.

Daraus folgt, dass Sie mindestens drei Computerprogramme benötigen:

  • Das Zeichenprogramm, z.B. AutoCAD, TurboCAD, AutoCAD LT oder gleich ein Zeichenprogramm für die 3D-Darstellung, wie z.B. Alibre, MegaCAD oder SolidEdge. Alle diese Programme haben zwei Dinge gemeinsam, sie sind sehr teuer und schwer zu lernen. Es geht aber auch billiger. Haben Sie noch kein CAD-Programm, dann empfehle ich DesignCad. Das Programm kostet unter 30,- € und ist für Aufgaben im 2D-Bereich gut geeignet. Sollten Sie mehr "künstlerische" Ambitionen haben, ist CorelDraw das Programm Ihrer Wahl, das es in älteren Versionen sehr günstig, z.B. bei Amazon, gibt.


  • Das CAM-Programm. Auch hier gibt es eine breite Auswahl von billig bis teuer und schwach bis leistungsfähig, wobei sich teuer und leistungsfähig nicht immer decken. Nach langen Recherchen im Internet und eigenen Versuchen empfehle ich das Programm SheetCam TNG, das ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis bietet und relativ einfach zu bedienen ist. SheetCam TNG, sowie seinen Vorgänger SheetCam können Sie über meinen Shop in einer deutschen Version mit deutschem Handbuch beziehen. Das fertige Fräsprogramm können Sie dann noch mit einem CNC-Simulator testen, bevor Sie möglicherweise unnötig teures Material oder Werkzeuge vernichten.


  • Schlussendlich das eigentliche Steuerprogramm, das das vom CNC-Generator erzeugte Fräsprogramm interpretiert und die Maschine so steuert, dass das fertige Werkstück entsteht. Dafür empfehle ich Mach3 von Artsoft in Kanada. Mit mehr als 10.000 Benutzern weltweit ist Mach3 sicherlich das am weitesten verbreitete CNC-Steuerprogramm unter Windows.


Mit allen Programmen arbeite ich selbst sehr intensiv, teilweise seit mehreren Jahren und kann sie deshalb aus eigener Erfahrung empfehlen. Wenn Sie Alternativen zu den genannten Programmen suchen, so finden Sie eine Auswahl im Linkverzeichnis unter CNC-Hardware & Software.

Natürlich gibt es auch integrierte Programme, mit denen Sie zeichnen und die gezeichneten Teile auch gleich fräsen können. Diese Lösung hat neben den unbestreitbaren Vorteilen aber auch Nachteile. Zunächst sind Sie einem Programmhersteller auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Weiterhin müssen Sie, wenn ihnen die Leistungsfähigkeit eines Programmteils nicht mehr ausreicht, das komplette, meist sehr teure Programmpaket wechseln und nicht nur einzelne Module, z.B. das CAD-Programm. Schließlich können Sie kein neues Teil zeichnen, so lange die Software mit der Herstellung eines Teils beschäftigt ist. Noch problematischer ist die Situation, wenn die Software nur mit der Steuerelektronik des selben Herstellers funktioniert, auch dafür gibt es Beispiele.



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