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Meine Werkstatt

Portrait

Meine erste Werkstatt für die Metallbearbeitung habe ich Ende der 80er Jahre eingerichtet, zunächst ganz bescheiden im Keller mit einer Proxxon-Drehmaschine, ähnlich der heutigen PD 230. Nachdem ich zunächst eine Dampfmaschine V10 von Stuart und eine liegende Dampfmaschine von Regner gebaut hatte, wollte ich größere Maschinen bauen und stieß sofort an die Grenzen meiner Drehmaschine.


Stuart V10


liegende Maschine von Regner

Also habe ich die kleine Drehmaschine verkauft (über eine Zeitungsanzeige, an ebay war noch nicht zu denken) und überlegt, was als nächstes kommen sollte. Zu dieser Zeit gab es im deutschen Sprachraum eigentlich nur Emco, alles andere war für das Hobby viel zu teuer. Chinesische Maschinen hatten damals um 1988 herum einen Qualitätsstandard, dass es die Sau grauste - kam also nicht in Frage. Weil ich zu der Zeit den Model Engineer, eine englische Modellbauzeitschrift las, stieß ich auf die Drehmaschine Myford Super 7, von den Abmessungen und dem Gewicht (ca. 110 kg) so, dass es möglich war, sie in meine Kellerwerkstatt zu schaffen, aber ansonsten grundsolide. Nachdem ich mir die Maschine beim deutschen Importeur angesehen hatte, war ich für alle anderen Maschinen verloren. Also irgendwie 7.000,- DM zusammengekratzt und das Teil gekauft!



Eine Anschaffung, die ich nie bereut habe. Im Laufe der Zeit habe ich viele Zusatzteile angeschafft und Verbesserungen an der Maschine angebracht, um mir die Arbeit zu erleichtern. So besitzt die Maschine mittlerweile, neben einer stufenlosen Drehzahlregelung über Frequenzumrichter, eine dreiachsige, digitale Positionsanzeige. Dazu war es notwendig, einen komplett neuen Oberschlitten anzufertigen.

Das nächste Dampfmaschinenprojekt war dann eine Stuart Twin Victoria, eine Maschine von recht respektabler Größe. Weil hier auch Frästeile anfielen, habe ich einen Frässupport für die Drehmaschine angeschafft, der sich aber leider als Fehlinvestition erwies. Logischerweise folgte darauf hin die Anschaffung einer Fräsmaschine. Auch hier gab es nur Emco oder China (siehe oben). Aus sicherlich nachvollziehbaren Gründen waren mir alle Fräsmaschinen mit Rundsäulen zuwider, deshalb blieb nur eine Industriemaschine. Gebrauchte Maschinen waren einfach zu groß für meinen Reihenhauskeller, selbst eine Deckel FP 1 hätte ich nicht die Treppe heruntergebracht.
Ich wurde dann auf einer Messe in Stuttgart bei der Firma Kunzmann fündig, die mir eines ihrer Ausstellungsstücke, eine kleine Handhebelmaschine zum Sonderpreis verkauften.



Auch ein Kauf, den ich niemals bereut habe. Auch diese Maschine ist mittlerweile auf stufenlose Drehzahlregelung mit Frequenzumrichter und Digitalanzeigen an drei Achsen umgebaut.

Nach der Twin Victoria, die ich verkauft hatte, folgte eine weitere Twin Victoria als Auftragsarbeit und der Umzug in ein neues Haus mit neuer Werkstatt, wobei ich mich räumlich nicht wirklich verbessern konnte.


Stuart Twin Victoria

In der neuen Werkstatt baute ich eine James Coombes von Stuart in stark verbesserter Ausführung, die ich anschließend ebenfalls verkaufte.


Stuart James Coombes

Darauf folgte, wiederum als Auftragsarbeit, der Bau eines Heißluftmotors und leider auch die Trennung von meiner damaligen Ehefrau, einschließlich Umzug in eine kleine Wohnung, natürlich ohne Werkstatt. Die Maschinen und Werkzeuge, die sich bis dahin angesammelt hatten, wurden bei einer Spedition eingelagert.

Ein Jahr später, nach dem Kauf einer Eigentumswohnung, habe ich die Werkstatt in der zugehörigen Garage untergebracht. Allerdings war der Raum, in dem auch noch mein Motorrad untergebracht war, zu klein und zu kalt, um vernünftig arbeiten zu können. Das Hobby lag also für einige Zeit brach. Mittlerweile bin ich aber Eigentümer einer großen Eigentumswohnung in einem Hinterhof, zu der zwei ebenerdige Werkstatträume mit teilweise natürlicher Beleuchtung gehören, die ich mir natürlich entsprechend eingerichtet habe. Hier macht mir die Arbeit auch wieder Spass.


Mein Arbeitsplatz in der Wohnung, an dem ich konstruiere und schreibe

Ein neues, nützliches Mitglied in meinem Werkstatt-Team ist diese Chinesische Ständerbohrmaschine, die von der Firma Quantum importiert und vertrieben wird:



Die Maschine gibt es auch mit stufenloser Drehzahlregelung über Frequenzumrichter, weil ich aber so ein Ding noch herumliegen hatte, habe ich mir das Geld gespart, und die Maschine selbst umgebaut. Der Umbau hat keine zwei Stunden gedauert und ich kann mir jetzt in den meisten Fällen das lästige Umlegen der Antriebsriemen sparen. Ausgebildete Elektriker mögen ihren Blick abwenden, weil aber ausser mir niemand in dieser Werkstatt arbeitet, ist die Verdrahtung wohl O.K.



Ausserdem habe ich eine Digitalanzeige, die ebenfalls herumlag, an die Maschine montiert, sehr hilfreich, um Bohrungen bestimmter Tiefe herzustellen.



Die Bohrmaschine ist sehr robust, hat einen guten Rundlauf und eigentlich nur zwei Schwächen. Erstens stinkt sie furchbar, aber das hat sie mit fast allen Chinesischen Werkzeugmaschinen gemeinsam, ich vermute das liegt am Fett, das zur Konservierung verwendet wird. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass ich Chinesische Maschinen mit geschlossenen Augen am Geruch erkennen kann.
Die zweite Schwäche betrifft nicht die Maschine selbst, sondern den mitgelieferten Maschinenschraubstock. Dieser ist erstens ungenau gearbeitet und besitzt zweitens viel zu kurze Führungen für die bewegliche Backe. Das führt dazu, dass sich die Führung so stark verklemmt, dass die Anzugspindel sich von Hand kaum drehen läßt.
Ich habe deshalb erst einmal alle wichtigen Teile auf der Fräsmaschine nachgearbeitet und danach eine neues Führungsteil aus einem Stück Grauguss angefertigt, das wesentlich länger ist als das ursprüngliche. Der Schraubstock funktioniert jetzt einwandfrei, allerdings mit etwas reduzierter Öffnungsweite.




Der überarbeitete Maschinenschraubstock. Die verlängerte Führung
der beweglichen Backe ist deutlich zu sehen.


Weitere Bilder meiner Werkstatt und meiner Modelle finden Sie in der Bildergalerie.


August 2008

Leider mußte ich mich von meiner geschätzten Myford-Drehmaschine trennen. Trotz ihrer ansonsten hohen Qualität hat sie leider nur eine Spindelbohrung von weniger als 16 mm. Das passte gerade noch für Kugelgewindespindeln mit 2,5 mm Steigung, die mit 4 mm Steigung gingen schon nicht mehr durch die Spindel.
Ich habe dann eine chinesische Drehmaschine mit 150 mm Spitzenhöhe, 920 mm Spitzenweite, 38 mm Spindelbohrung und Camlock-Aufnahme für das Futter gekauft. Einzige Schwierigkeit war das Gewicht von 450 kg. Aber mit meinem Motorheber habe ich sie dann doch auf das Untergestell bekommen.


Nach einigen Einstellarbeiten dreht sie auch recht genau und schafft wirklich was weg.



Mittlerweile habe ich sie mit einem Frequenzumrichter für variable Drehzahlen ausgestattet - ein Traum beim Gewindedrehen. Das Gewindedrehen geht auf dieser Maschine überhaupt leichter von der Hand, weil sie ein Schaltgetriebe für die Leitspindel hat. Das lästige Einbauen von Wechselrädern, das mich bei der Myford genervt hat, entfällt. Die Übersetzung wird einfach nach Tabelle mit vier Knöpfen eingestellt. Das gleiche gilt für die Vorschübe, die Maschine hat ja eine Leitspindel (für Gewinde) und eine Zugspindel (für Vorschübe).



Mittlerweile musste auch die Kunzmann-Fräse weichen, weil Sie zu klein wurde. Dehalb habe ich mir diese hässliche Chinesin angeschafft. Sie tut, was sie soll, allerdings macht mir die Arbeit damit nicht wirklich Freude. Deshalb ist für mich eine Deckel FP1 reserviert, der Traum jedes Bastlers. Morgen (29.10.2010) werde ich sie besichtigen.



Weil bei meiner 20 Jahre alten Horizontalbandsäge ständig die Sägebänder absprangen, habe ich mir diese Sägemaschine gekauft, übrigens ein Produkt von Sieg. Nachdem ich die Gasfeder entfernt hatte, die eine vernünftige Auflagekraft des Sägeblatts verhinderte, sägt sie ganz manierlich. Was noch fehlt, ist ein Untergestell.



Eine der neuesten Errungenschaften, eine Fräsmaschine mit bis zu 4.000 U/min. stufenlos einstellbarer Drehzahl. Deutsche Wertarbeit, mörderschwer und sehr genau. Ich benutze sie auch als Bohrmaschine für kleinere Sachen. Was noch fehlt, ist eine 3-Achs Digitalanzeige.



Ist mir auch kürzlich zugelaufen - eine Werkzeugschleifmaschine, die auch als Flach- und Rundschleifmaschine einsetzbar ist. Dazu gehört eine Tonne Zubehör, das hier nicht abgebildet ist.


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